Grundlage kann man nicht trainieren, mit Grundlage kommt der Mensch zur Welt.

 

Kopie des nicht ganz ernstzunehmenden "Interviews" von paintrainer.de, Seite leider offline.
Wenn wir nicht aufpassen, wird unsere Generation diejenige sein, von der die wenigsten schriftlichen Überlieferungen übrig bleiben!

 

 Sehr schön ist auch das "Testergebnis" vom Paintrainer.

 

 

PAINTRAINER.DE
Das Interview des Monats

Wir freuen uns besonders, dass wir es geschafft haben Dr. Anginov Petorov, der Begründer der Paintrainer-Trainingslehre, für ein Interview zu gewinnen. Das Interview wurde im Januar 2005 im Olympia-Trainingslager im sibirischen Wladiloytralomes geführt.

 

Paintrainer-Magazin:

Guten Tag Herr Dr. Pektorov. Wir freuen uns, dass wir sie trotz der Vorbereitungen Ihrer Athleten für die nächsten Wettkämpfe Zeit für diese Interview opfern konnten.

Pektorov:

Gerne.

Paintrainer-Magazin:

Können sie unseren Lesern kurz in ein paar Worten die Paintraings-Trainingslehre erklären.

Pektorov:

Aua.

Paintrainer-Magazin:

Ach ja richtig. Der universelle Ansatz ihrer Trainingslehre: Es gibt nichts Gutes, es sein denn es tut weh.

Pektorov:

Ganz genau. Wir haben über 20 Jahre weltweit geforscht und festgestellt, dass Höchstleistungen im Sport immer nur möglich sind, wenn der Athlet die Schwelle überwinden kann, die der Körper als Schutz vor Höchstleistungen aufbaut: Schmerz. Erst wenn der Mensch es schafft diese Schwelle wirklich gänzlich zu überwinden, kann er wahre Spitzenleistungen vollbringen.

Paintrainer-Magazin:

Können Sie uns die Eckpfeiler ihrer Trainingslehre kurz erklären.

Pektorov:

Die Überwindung von Schmerz macht schnell. All unsere Trainingsbemühungen sind dieser Maxime untergeordnet. Der Athlet trainert schmerzgesteuert. Nie nach Herzfrequenz oder anderen vollkommen aussagelosen Parametern trainieren! Das machen die meißten falsch. Ein Irrsinn. Das bringt überhaupt nichts. Das ist ein Irrglaube aus der Trainingslehre des späten 20ten Jahrhunderts. Trainingsmittelalter nenne ich das immer (lacht). Im Grunde totaler Wahnsinn und nicht effektiv.

Paintrainer-Magazin:

Viele Sportler wünschen sich aber ein Instrument mit dem sie ihre Trainingsintensität kontrollieren können. Was können sie empfehlen?

Pektorov:

Das ist doch ganz einfach: Wenn ein Sportler richtig trainiert, dann kann er nicht mehr klar sehen. Das Sichtfeld verengt sich. Farben verschwinden, Tunnelblick. Das sind die sichersten Indikatoren für richtiges Training. Bei richtigem Training ist die Kontrolle von elektronischen Instrumenten also ohnehin nicht mehr möglich. Ein grundsätzlich hilfreiches Hilfsmittel für den Anfänger ist das sog. PAINTRAINER-INDEX-TRICKOT. Es handelt sich dabei um ein Sporttrickot mit einem großen aufgedruckten "AUA". Die Intensität des Trainings wird schrittweise gesteigert, bis die Buchstaben nicht mehr zu lesen sind. Dann ist der Athlet in seiner Zieltrainigszone.

Paintrainer-Magazin:

Setzen sie diese Technik auch zur Trainingskontrolle ein?

Pektorov:

Nein. Bei Stufenschmerztests zum Beispiel kontrollieren wir mit einem elektronischen Fieberthermometer.

Paintrainer-Magazin:

Können Sie die einzelnen Traingsbereiche kurz beschreiben und den klassischen Traingsbereichen GA1, GA2, EB, SB gegenüberstellen.

Pektorov:

Grundsätzlich: So etwas wie Grundlagentraining gibt es nicht. Grundlage kann man nicht trainieren. Mit Grundlage kommt der Mensch zur Welt. Dieser Begriff hält sich aber hartnäckig. Er wird von Trainern und Athleten immer noch verwendet, um sich vor echtem Training drücken zu können!

PTB 1 entspricht EB. Paintraining-Bereich 1 ist der Bereich mit der geringsten Intensität. Dieser Bereich hat sich aufgrund der ausgesprochen geringen Belastung nicht als sehr effizient erwiesen. Diesen Bereich empfehle ich nur zur direkten Wettkampfnachbereitung und im Fall schwerer Krankheit mit Fieber.

PTB 2 entspricht SB. Paintraining-Bereich 2 ist der Bereich in dem das Training nach mehreren Kreislaufzusammenbrüchen in schneller Folge bis zur endgültigen Erschöpfung weitergeführt wird. Er ist der eigentliche Erholungsbereich zwischen Intervallen. Er sollte wegen der geringen Belastung im ernsthaften Training möglichst selten angesteuert werden.

PTB 3 besitzt in der klassischen Traingslehre kein Äquivalent. Die Herzfrequenz ist hier größer 100% von Hfmax. Das ist der Trainingsbereich für lockere, lange ausdauernde Trainingseinheiten. Der Athlet ist noch bedingt ansprechbar und reagiert auf Umweltreize.

PTB 4 ist der eigentliche Paintrainer-Trainings-Bereich. PTB 4 wird als Intervall trainiert. Die Intensität wird aus PTB 3 solange gesteigert, bis der Athlet zusammenbricht. Nach wiedererlangtem Bewußtsein wird das nächste Intervall angegangen. Sehr effizient.

Paintrainer-Magazin:

Interessant. Das Trainingskonzept besticht durch Einfachheit.

Pektorov:

In der Tat. So verzichten wir auch auf alle nicht direkt leistungssteigernden Trainingsinhalte. Stretching, Massage etc. Vor allem das ursprünglich weitverbreitete Training im Regenerationsbereich- wenn man in diesem Fall überhaupt von Training sprechen kann - ist Gift für die mühsam antrainierte Schmerzresistenz.

Paintrainer-Magazin:

Was empfehlen sie als Ausgleich?

Pektorov:

Ich kann das wirklich nicht mehr hören. Ausgleich. Warum Ausgleich zum Training? Wenn der Athlet einen Ausgleich zum Training benötigt, dann steht er nicht wirklich voll hinter seinem Sport.

Paintrainer-Magazin:

Also, kein Ausgleich.

Pektorov:

Richtig. Sinn macht allerdings ein zusätzliches Programm zur direkten Desensibilisierung der sportartspezifischen Hauptnervengruppen. Läufer sollen sich nach dem Training barfuß mal einige Minuten auf eine heiße Herdplatte stellen. Radfahrer können die sensible Sitzregion mit einem Lötkolben auf die nächste Trainingseinheit vorbereiten. Allgemeine Schmerzresistenz läßt sich auch sehr gut z.B. durch eine Hand im Toaster trainieren. Das läßt sich auch gut mit dem Ergometertraining im PT4 Bereich kombinieren. Den Schmerz umleiten nennen wir das.

Paintrainer-Magazin:

Können sie ein klassisches Anfängertraining kurz beschreiben.

Pektorov:

Für vollkommen untrainierte Anfänger empfehle ich ein dreiwöchiges Abbauprogramm:

Woche 1:

Morgens täglich 4000 bis 6000 Treppenstufen PT3 ohne warmmachen.
Direkt anschließend Ergometertraining Trittfrequenz 15-20 U/min PT4 mindesten 5 Stunden täglich.
Alles immer mit Zusatzgewichten. Sehr wichtig für die Gelenke.

Woche 2:

Wie Woche 1 plus Umfänge und Intensität um 300% steigern.

Woche 3:

Wie Woche 2 plus Umfänge und Intensität steigern. Und zwar täglich, bis ein anhaltender Zusammenbruch eintritt der in einen allgemeinen dämmerigen schweren Schwächezustand übergeht. Ggf. Reanimation und anschließender stationärer Intensivmedizinischer Krankenhausaufenthalt. Falls notwendig mit künstlichem Koma und künstlicher Nahrungszufuhr auf niedrigem Niveau - das steigert gleichzeitig den Fettstoffwechsel.

Grundsätzlich zum Training: Erhöhen Sie Umfänge UND Intensität Ihres Trainings immer kurzfristig und möglichst plötzlich um ein mehrfaches. Vermeiden Sie insbesondere Ruhepausen und aktive Erholung. Beachten Sie dabei die PAINTRAINER-Trainings-Richtlinien und achten Sie insbesondere auf die kontinuierliche Steigerung Ihres Übertrainings- und Unsystematikindex. Achten sie auf regelmäßigen Schlafentzug. Sehr positiv haben sich auch Probleme in sozialen Umfeld etc. bemerkbar gemacht. Z.B. Ärger in der Partnerschaft, im Beruf etc. Das entfesselt den Athleten geradezu. Trinken und essen sie möglichst wenig und führen sie ausschließlich Lebensmittel mit niedrigem Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen etc zu. Vor dem Training ruhig reichlich und fettreich. Denken Sie immer daran: Sie bereiten ihren Körper auf einen Wettkampf vor: Sportkrieg und keine Wohlfühl- und Wellnesskuschelei.

Paintrainer-Magazin:

Das hört sich ja schon relativ anstrengend an. Was empfehlen Sie denn einem Athleten, der bisher nach der klassischen Trainingslehre trainiert hat und jetzt umsteigen will.

Pektorov:

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das praktisch nicht möglich ist. Das nicht-schmerzgesteuerte Training hat einen katastrophal niedrigen Übertrainingsindex zu Folge. Ich rate darum zu einer radikalen Entgiftung durch eine Ruhepause von mindestens drei Monaten, mit viel Bewegungsmangel und FastFood. Pain-Reset nennen wir das. So vorbereitet kann der Athlet wie zuvor beschrieben befreit von Altlasten mit dem Paintraining beginnen.

Paintrainer-Magazin:

Herr Dr. Pektorov, wir danken Ihnen für dieses Interview.

 

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