Zwei Tage in den Dolomiten zwei Touren.(geplant waren drei)
Zwischen Marmolada und Sella (c.a.3600 hm) gefahrene Kilometer laut Tacho 141 km
http://www.bikemap.net/route/235973
Der ersten Tag begann mit Kaiserwetter, kaum ein Wölkchen am Himmel und gegen 8:30 macht ich mich auf den Weg.
Startpunkt war Pozzo di Fassa. Von dort geht es „leicht ansteigend“ (in Berlin wär das schon ne kleinere Passhöhe) bis Canazei. Auf dem Weg überholte ich, weil ja aus Berlin gewohnt, immer dem Ziel eines hohen Schnitts folgend, mehrere sehr austrainiert wirkende Italienische Rennradfahrer. Die Locals, das sollte ich immer wieder erleben, fahren aber in flachen oder mäßig ansteigenden Passagen eher gemütlich (um dann am Berg wie ein Moped aufzudrehen) und nutzen auch Abfahrten in der Regel um Luft zu holen (Überhaupt fährt man hier weniger verbissen, solange es kein Rennen ist) Warum, war mir am Ende des Tages ziemlich klar, denn jede Möglichkeit zum Regenerieren will genutzt werden.
In Canazei begann der erste Anstieg zum Passo Fedaia. Er ist 11,4 Km lang und bei einem Höhenunterschied von 595 m durchschnittlich 5,2 % steil. Hier stimmt die Beschreibung von Humm (dessen Touren ich nachgefahren bin). Wider erwarten ließ er sich trotz der inzwischen 27 °C gut fahren. Allerdings merkte ich, dass ich meinen Puls ab c.a. 1700 Meter Höhe nicht wirklich in den Griff bekam. Für die geleistete Anstrengung war er viel zu hoch. Dafür sank mit dem Anstieg die Temperatur auf angenehme 20 °C , so dass ich mich oben angekommen sehr gut fühlte. Als Belohnung erwartete mich der gigantische Ausblick auf den Gletscher des Marmolada Massiv zu dessen Füssen der Fedaiasee angestaut ist.
Weste und Armlinge angezogen und es begann eine schnelle Abfahrt nach Caprile (1023m über N.N). Nun machte ich zum ersten Mal Bekanntschaft mit Horden von Motorradfahren, die im Laufe des Tages, insbesondere rund um das Sella Massiv, immer mehr wurden, und, die ich wegen Lärm, Gestank und Fahrweise richtig hassen lernte. (Vorsicht bei Abfahrten!! Die kommen einem auch gern mal in der eigenen Spur entgegen, nur damit Sie das „tolle Kurvenerlebnis“ haben). Anstatt den Ort, wie von Humm beschrieben, nach links in Richtung Colle Santa Lucia verlassen, habe ich noch einen kleinen Schlenker zum nächsten Ort, Aleghe eingelegt ( wer lesen kann.. ;-)) , konnte mir aber dafür aber noch den dortigen See ansehen. Auf die paar Kilometer und Hm mehr sollte es ja ohnehin nicht ankommen. Also zurück und dann den „leichten Anstieg“ zur Anhöhe (1443 m ü. NN.) Belvedere. Im dortigen Ort folge ich dem Rat von Jürgen Humm und verpflegte mich kurz. Denn tatsächlich nach einer sehr kurzen Abfahrt (c.a 1km) begann der Anstieg zum Passo Giau.
„Der Giau ist sowohl landschaftlich als auch sportlich ein echter Leckerbissen. Durch 30 Kehren geht es nach oben. Die Steigung sinkt nur selten unter die 10-Prozent-Marke. Bei einem Höhenunterschied von 915 Meter und einer Länge von zehn Kilometern liegt die Durchschnittssteigung bei 9,1 % (!). Richtig schön wird es, nachdem die Baumgrenze erreicht ist. Aus der herrlichen almartigen Landschaft ragen steile Felswände hervor. Von der Passhöhe aus hat man einen unbeschreiblichen Panormablick über die Dolomiten..“
So die Beschreibung meiner Tour, hinzu kam die Hitze und eine enorme Luftfeuchtigkeit. Egal, wegen des „Marathona de Dolomites “ am nächsten Tag waren sehr viele Radgruppen unterwegs und fuhren sich ein. Das feuerte meinen sportlichen Ehrgeiz noch zusätzlich an. ----volles Rohr, Attacke. Wow, das ließ sich auch ganz gut an. Ich fuhr zwar am Anschlag, fand aber einen Rhythmus und war mir sicher, das Tempo halten zu können. Kehre um Kehre schraubte ich mich nach oben und, schaffte es, erst eine österreichische und dann eine italienische Gruppe zu überholen und abzuhängen. Ich fühlte mich wie Supermann. Wirklich??? Nein, ich war kurz vorm explodieren und es zeigten sich erste Symptome von Krämpfen. So grade eben schaffte ich es das Tempo bis Passhöhe zu halten. Tatsächlich, der Panormablick war unbeschreiblich aber scheinbar auch zu viel für meine Kamera, denn diese gab augenblicklich den Geist auf. Ich versuchte noch sie mehre Minuten zu reanimieren, weshalb die beiden Gruppen vor mir auf die kurvenreiche Abfahrt Richtung Pocol gingen.
In Procol geht es gleich in den nächsten Pass, den Falzarego. Die 565 Höhenmeter mit einer Maximalsteigung von 10 % ließen sich aber sich aber gut fahren und mein sportlicher Ehrgeiz war erneut geweckt, schnell hatte ich beide Gruppen erreicht und überholt und auf der Passhöhe angekommen fühlte ich mich auch wieder ganz gut. Es folgte eine Pause, die ich gemeinsam mit den österreichischen Leidensgenossen verbrachte, diese schmeichelten meiner Form und lobten meine Haxn, schüttelten aber, als ich denen von meinem Restprogramm erzählte, halb anerkennend halb bemitleidend, den Kopf.
Es folgte die Abfahrt nach Pieve de Livinallongo. Von dort, so die Beschreibung, sollte es meist mäßig ansteigend auf Arabba und das Sella-Massiv zugehen. Mäßig, ja, der Author hat recht, nur ich hatte überrissen, ich kam kaum voran und musste kurz vor Arabba nochmal die Flaschen füllen und eine Pause einlegen. In Arabba wartete der Anstieg zum Passo Pordoi (2239 m über N.N). Die Straße windet sich in 33 nummerierten Kehren nach oben bis zur Passhöhe. Bei einem Höhenunterschied von 637 m auf 9,4 Km Länge beträgt die durchschnittliche Steigung 6,8 %.
Schon der Blick nach oben-- Ufff, ich war eigentlich schon am Ende, aber egal, ich wollte nur noch ins Hotel. Taxen, leiden weit und breit keine und die S-Bahn ist noch nicht gebaut. Marathona de Dolomiti, sei dank, waren immer noch viele Radler unterwegs, so dass ich mir wieder einen Rennpartner (Windschatten existiert nicht) für den sportlichen Ehrgeiz suchen konnte. Das half mir dann auch hoch. Alles tat weh, die Augen brannten, die Beine, der Nacken und die Arme sowieso und der Spaß an der Landschaft kam mir langsam auch abhanden. Doch dann endlich, geschafft. Oben angekommen, sollte jetzt nur noch die Abfahrt nach Pozza di Fassa folgen. Allerdings war ich so platt, dass ich sogar auf der Abfahrt kurz abbremsen musste, um einem Krampf los zu werden, denn sonnst wäre ich in einen Abgrund gefahren.
Im Hotel war ich fertig aber glücklich und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass dies ein ganz anderer Radsport ist als der, den wir in Berlin betreiben. Ich genoss noch das Abendbrot und ging um 21:00 Uhr in Bett.
Denn der nächste Tag hielt eine ähnliche Tour für mich bereit.
P.S.: Das Programm des Ötztaler hätte mich nun noch mit dem Anstieg zum Trimmelsjoch konfrontiert. Tja, der wäre heute wohl nicht mehr drin gewesen. Und, ach ja der gefahrene Schnitt, unterirdisch (zumindest für Berliner Laktatgruppendimensionen).
Und die Tour des zweiten Tages:
Bergetappe entlang Pala Gruppe (c.a. 3340 hm) gefahrene Kilometer laut Tacho 142,2 km (incl. Umweg zum Milchkaffe)do=newpm&pmid=1811441)
http://www.bikemap.net/route/235946
Der nächst Morgen, Sonne aber auch erste Wolken und schon um 8:00 Temperaturen von über 28° und eine Luftfeuchtigkeit wie in den Tropen. Ich fühlte mich so, la, la und war mir nicht sicher, ob ich die geplante Tour durchstehen würde. Ziel war eine Tour entlang der Pala Gruppe.
Von Pozza di Fassa (1320 m ü. NN.) ging es die ersten 20km erst einmal leicht Bergab. Ich hatte gelernt, und fuhr zügig aber locker. Wenn auch nicht ganz so locker wie die meisten Locals , die ich wiederum überholte. Nach dem ich das Val di Fassa verlassen hatte, erreichte das Val di Fiemme und dann Predazzo (1018 m ü. NN.). Hier begann die Auffahrt zum Passo di Rolle. Die Hitze und die Luftfeuchte waren unerträglich ich schwitzte in Sturzbächen und musste in Bellamonte (1372 m ü. NN.) eine Pause einlegen, obwohl grade mal erst 25 km gefahren war, um die Flaschen neu auf zu füllen. Nach kurzer Pause ging es fast eben, weiter entlang des Paneveggio-Stausees. Ich traf Radsportgruppe aus Bolzano, die unterwegs zum Training war und es war wiederum das gleiche Spiel wie am Vortage, keiner nutze die Ebene zum heizen, erst ein paar Kilometer weiter, als es wieder Bergauf ging, sollte der Rennpart beginnen.
Dies geschah an der Gabelung zum Passo Valles wo die Steigung wieder anzieht. Ich war durch meine Erfahrungen vom Vortag gewarnt und achtete von Anfang an darauf, nicht zu überpacen und ,meinem Rhythmus zu halten. Ich konnte bei der Gruppe ganz gut mithalten und es gelang mir sogar, ein paar Leute ab zu hängen. Unterstützt wurde dies durch die gleichmäßige Verteilung der Steigung, die einen schönen Rhythmus ermöglichte. Außerdem hatte es ab c.a 1500 m Höhe vor Kurzem geregnet, so dass die Luft sehr angenehm war. Oben angekommen, hatte ich auf einer Länge von 21 Km mit einem Höhenunterschied von 966 Metern bei durchschnittlicher Steigung von 4,6 %, den ersten Pass des Tages hinter mir. (1972m ü. NN) Auch hier wurde man mit einem tollen Panorama mit Blick auf die steilen Felsabstürze der Pala Gruppe belohnt.
Die Abfahrt war lang und schnell. Allerdings verläuft diese im oberen Teil mit einigen enge Kehren und teilweise schadhaftem Belag. Zudem musste ich wieder auf die dusseligen Motorradgruppen aufpassen, die wiederum so fuhren als gäbs nen Preis für ruppiges, gefährdendes Fahren. Auf der Straße ins Tal waren noch überall Aufschriften vom letzten Giro zu sehen.
Im Talort Fiera di Primiero (717 m ü. NN.) sollte es zum zweiten Paß, dem Cereda-Paß (1369 m ü. NN.) hoch gehen. Pah, nur 1369 Hm , was sollte das schon sein? Weit gefehlt, das Teil sollte es in sich haben. Zum einen war da die Hitze und die unglaublich mörderische Luftfeuchtigkeit und dann überraschte der erste Teil des Passes (c.a 4,5 km lang) mit Steigungen permanent zwischen 13% und 15%: Mit den Programm des Vortages und dem Kilometern des heutigen Tages in den Beinen, war es mir fast unmöglich, einen Rhythmus zu finden. Ich quälte mich Zug um Zug nach oben und es machte sich Verzweiflung breit. Ob ich es überhaupt schaffen würde, meinen Plan durch zu ziehen? Weiterhin gingen mir Gedanken durch den Kopf wie, ob es nicht sinnvoll wäre, ne Dreifachkurbel zu kaufen (ich habe es dann nicht getan !!—Man kann sich an alles gewöhnen). Dann fing es auf Hälfte der Strecke auch noch an zu regnen. Ich wusste nicht, ob ich mich darüber freuen oder ärgern sollte. Freuen, denn plötzlich war es wieder möglich atmen und das Bergauffahren viel wieder leichter (naja, viel ist vielleicht ein wenig übertrieben, es ging besser), außerdem waren schlagartig alle Motorräder verschwunden. Ärgern, ich hatte grade mal die Hälfte meiner Tagestour hinter mir, Möglichkeiten zur Abkürzung, keine, die Abfahrten bei Regen nicht ungefährlich und zudem insbesondere Bergab plötzlich verdammt kalt. Egal, was einen nicht umbringt…
Irgendwann war ich an der Passhöhe und von jetzt ab war es mal regnerisch und dann wieder trocken. Nach zwei kurzen Abfahrten und zwei Gegenanstiegen erreichte ich den Passo Forcella Aurine (1299 m ü. NN.). Die Strecke auf dieser fast unbefahrenen Straße führt durch malerische Ortschaften und bietet tolle Naturimpressionen und immer wieder darf man die atemberaubenden Dolomitenblicke erleben. Dann folgte die lange und zum Glück trockene Abfahrt nach Agordo. Dort machte ich eine Pause, genoss einem Milchkaffee und machte mich dann auf den Weg nach Cencenighe. Dieser Weg war mal wieder „leicht ansteigend“ (man kann sich tatsächlich dran gewöhnen) und bevor ich Mas erreichte hatte ich noch zwei Tunnel von c.a. 1000 Meter Länge zu durchqueren. Beide sind zwar gut beleuchtet ist (dennoch sollte man Reflektorstreifen oder Diodenrücklich dabei haben), ein Spaß ist das Fahren im Tunnel bei Lärm und Abgasen aber gewiss nicht.
Ab Cencenighe begann die harte Auffahrt zum Passo San Pellegrino-( 1918 m ü. NN.) Diesen Pass , der wie viele, der von mir gefahrenen Pässe auch gern beim Giro genutzt wird, hatte ich aus persönlichen Gründen gewählt. Hier hatte ich mir mit 5 Jahren beim Skifahren das Bein gebrochen und ich wollte unbedingt sehen, wie es dort oben heute aussah. Die Steigung wechselte zwischen mittelschwer und moderat. In Falcade gab es dann den letzten kurzen, fast ebenen Abschnitt zur Erholung. Ab da wurde es immer steiler und kehrenreicher. Der Regen kam auch zurück, jetzt allerdings als richtiger Platzregen und die Temperatur ging mit jedem Meter bergauf auch merklich nach unten. Solang es aber bergan ging, war dies aber völlig egal. Ja es war sogar eine Hilfe. Dann am Abzweig zum Passo Valles ging es zur Sache, ein Schild mit der Aufschrift 15 % kündigte es an. Die schlimmsten Passagen des Cereda waren im Vergleich zu den einfachsten der nächsten zwei Kilometer locker. Nach zwei Kilometern sollte es noch mal extremer werden für 800 Meter lag der Durchschnitt bei 18%, wiederum angekündigt durch ein Schild. Ich quälte mich jetzt Meter um Meter. War es der Regen oder der Schweiß? Ich weis es nicht, das Wasser lief jedenfalls in Sturzbächen an mir runter und die Muskeln brannten. Wiederum wünschte ich mir die Dreifachkurbel (eigentlich wünschte ich mir noch mehr das Hotel, ein Bett ein Buch). Der Blick auf den Tacho an manchen Stellen zeigte, langsamer heißt umfallen. Im oberen Bereich wurde es wieder etwas flacher, aber dennoch kostete es Mühe nach oben zu kommen. Im Kopf war jetzt plötzlich nur der Regen, die nassen Straßen, meine Erschöpfung, der Beinbruch vor 36 Jahren und die Angst auf der Abfahrt könnte sich ähnliches wiederholen. Der Pass selbst, ein tolles Szenario und tatsächlich, einiges sah auch noch so aus, wie ich es von damals in Erinnerung hatte.
Die Abfahrt nach Moena ist bei gutem Wetter sicher ein Genuss. Man muss zwar auf die Beschaffenheit der Straße achten, kann dort aber richtig heizen, da es lange grade Passagen und lange schnelle Kurven gibt. Jetzt aber, mit dieser Mischung aus Erschöpfung und Blockade durch Angst, der pure Horror. Zudem war mir durch den Fahrtwind, schrecklich kalt. Ich fuhr die meiste Zeit mit angezogener Bremse und das Rad wurde sehr oft unruhig, weil sich mein Zittern über die Bremshebel auf das Fahrrad übertrug. In Moena angekommen, freute ich mich richtig über die letzten 10km Bergauf nach Pozzo bei denen nochmals ungefähr 140 Hm zu bewältigen waren. Einfach deshalb, weil mir wieder warm wurde.
Ich war fertig (allerdings in deutlich besserer Verfassung als am Vortage ) und glücklich und freute mich auf das Abendessen. Außerdem hoffte ich, dass es am nächsten Tag trocken bleiben würde.
Nun, diese Hoffnung wurde enttäuscht, am Montag regnete es Strömen und die Temperatur lag bei 14 Grad. Erst hatte ich vor, noch Richtung Ostalpen zu fahren, wo das Wetter noch besser sein sollte, ein Blick auf die Wetterkarte zeigte aber, das dies kaum Sinn machen würde, da ich gleichzeitig mit der Regenfront eintreffen würde. Zudem hatte ich zum ersten Mal seit Jahren nicht irgendwie leichten, sondern wirklich heftigen Muskelkater vom Radfahren und zwar so, dass ich kaum laufen konnte. Also machte ich mich auf den Weg nach Berlin.
Fazit:
Schnitt in der Ebene ist Blendwerk. Die eigenen Grenzen sind schneller erreicht, als gedacht.
Meine Form, von der ich dachte, Sie ist gut wie seit Jahren nicht, ist ok aber mehr auch nicht. Und sie muss noch deutlich verbessert werden, (das ist mir dann auch in den folgenden zwei Monaten gelungen!!) Insbesondere dann, wenn ich öfters solche Expeditionen machen will.
Die gleiche Anzahl Höhenmeter im Mittelgebirge sind wesentlich einfacher zu verkraften.
Dort unten ist man weniger verbissen unterwegs wie bei uns. Was nicht heißt, dass die Leute formschwächer sind ---im Gegenteil
Ich will Ähnliches so bald wie möglich wiederholen (gesagt, getan, aber ohne Bereicht, sorry).
Soweit, liebe Grüße Sven
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